Warum ich Tapire so liebe!

… oder: je schrulliger, desto besser!

Ich hab ja in den letzten Jahren meine Leidenschaft für Tapire entdeckt, die so weit führte, daß ich verschiedene Holz-Tapire gebaut habe, einen Kressetapir getöpfert, etliche Tapir-Designs für T-Shirts erstellt und zuletzt mit einigen „Leidensgenoosen“ gemeinsam die Facebook-Seite „Tapir-rific“ ins Leben gerufen habe. Ich liebe diese Viecher einfach, ihre Art, ihre Gemütlichkeit, das Aussehen… alles <3

Und jetzt frage ich mich (und ihr euch vielleicht auch?) wie ich dazu komme? Warum gefallen mir gerade Tapire soooooo unglaublich gut?

Ist im Grunde ne einfache Rechnung: 1+1+1 führt zum anderen und bumms… Tapire 😀 Um das genauer zu erklären muss ich in meiner persönlichen Geschichte vielleicht etwas ausholen – Vorsicht, jetzt wirds etwas autobiografischlich:

Alles begann als kleiner Junge im Garten meiner Großmutter Hilde Greller, einer bekannten Malerin. Dieser war so wunderschön, verwunschen und verwildert, voller farbenprächtiger Blumen mit plätscherndem Brunnen und zwitschernden Vögeln. Ich habe es geliebt, dort zu spielen und zu stöbern und ständig neue zauberhafte Fleckchen Natur zu entdecken. Das war ein Ort, an dem Elfen, Feen und Kobolde zuhause sind – was  mir natürlich schon als Kind klar war. Und damit meine Leidenschaft für das „kleine Volk“ geboren…

Zu der Zeit entdeckte ich bei meinem Opa das Buch der Heinzelmännchen, welches mich sofort in meiner Annahme bestätigte, daß sich überall das kleine zauberhafte Volk herumtreibt. Von nun an mußte er mir das IMMER vorlesen 🙂

Lange in meiner Vorstellung gereift und in der Kindheit durch Jim Hensons Puppen in Sesamstraße, Muppets und Fraggles gefüttert, wurde meine Leidenschaft besonders für die schrulligsten der Koboldgestalten durch den Film „Reise ins Labyrinth“ mit David Bowie – insbesondere da durch Brian Frouds Koboldschar – entgültig besiegelt. Das Skizzen-Buch „Trolle“ von Brian Froud und Terry Jones wurde mein ständiger Begleiter.

Auch später als junger Erwachsener ließen mich die Kobolde und Trolle nie richtig los. Als angehender 3d-Animator versuchte ich den „Viechern“ in meinem Kopf im Computer Leben einzuhauchen. Als diese Phase vorüber war, experimentierte ich mit Handpuppen, Marionetten und Animatronics, also mechanisch bewegbaren Figuren. Kurz darauf entdeckte ich das Holz für mich. Ich sammelte merkwürdige Wurzelstücke im Wald, in denen ich etwas „sah“ und arbeitete diese Figuren mit verscheidensten Techniken aus dem Holz heraus. Dabei sind ein paar sehr merkwürdige Gestalten entstanden 🙂

(Foto von Klaus Benjy Groeger)

Als ich genug mit den Händen gearbeitet hatte, wollte ich dann doch noch mehr mit meinem Körper anfangen, was mich letztendlich zu meiner Ausbildung zum Bühnen-Artisten führte. Eins kam zum anderen, ich lernte drei Jahre Akrobatik und Artistik und eh ich mich versah, wurde ich selbst zu einem meiner Viecher – Tja, so kanns gehen 😀

So, und was hat das alles jetzt mit Tapiren zu tun? Ganz einfach:

Mit der Geburt meines ersten Sohnes 2008 hat sich mein Blickwinkel natürlich stark verändert in Richtung Familie und Kind. Als er etwa drei war und ich das erste Skizzenmonster nach einer seiner Zeichnungen anfertigte, kam mir bald die Idee, Spielzeuge aus Holz selber zu gestalten. Und was liegt näher für Kinder als Tiere? Es fing natürlich alles mit Bären, Löwen und Tigern an (die damalige Lieblingstiere meines Kleinen), aber schnell merkte ich, die gibts ja schon überall und außerdem sind die etwas langweilig. Folglich orientierte ich mich in Richtung „schrulliger“ Viecher – Holztierchen, die man sonst nicht überall findet, wie mein Dodo, ein Ameisenbär, das Erdferkel und natürlich der Tapir <3

Die folgenden Jahre stöberte ich dann viel im „Reich der Tiere“, um dort die schrägsten Kreaturen auf diesem Planeten ausfindig zu machen für neue Holzviecher und natürlich auch meine Shirt-Designs, – hier übrigens einen Riesendank an die Leute auf meiner Skizzenmonster-FB-Seite, die mich seit Jahren immer wieder großartig inspirieren. Durch meine Entdeckungen wurde mir im Laufe der Zeit klar, daß das, was ich in dem „kleinen Volk“ als Kind schon gesucht und gefunden hatte, sich durchaus hier direkt greifbar in unserer Welt findet – in der Schrulligkeit von Mutter Natur und ihrer Tierwelt. All der Zauber, das Besondere, das Einzigartige und Liebenswerte sitzt direkt vor unserer Nase und wohnt jedem einzelnen Lebewesen inne – man kann also sagen, das kleine Volk ist in allem <3

… und am deutlichsten wird das natürlich sichtbar, wenn diese Lebewesen besonders eigenartig sind und so schicke groooooooße Nasen haben. Und hier bin ich nun endlich bei den Tapiren: Tapire sind einfach mal die schrulligsten aller Tiere mit den allerbesten Nasen 😀

 

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